Wie entwickle ich neue Gewohnheiten

Ich habe mich in den letzten Jahren sehr stark mit dem Bilden neuer Gewohnheiten beschäftigt. Dabei ist mir bewusst geworden, dass der Schlüssel zur erfolgreichen und dauerhaften Bildung von neuen Gewohnheiten nicht nur mit purem Fachwissen zu tun hat, also dem Lesen von Büchern, den Besuch von Seminaren, sondern vor allem mit täglichen mentalem Training zusammenhängt. Man muss also von der Theorie in die Praxis kommen.
Um das zu verstehen, musst du dich mit ein paar Grundeigenschaften deines Gehirns vertraut machen.

Das Gehirn
Dein Gehirn ist extrem leistungsfähig. 100 Milliarden Nervenzellen sind permanent aktiv. Jede dieser Zellen ist mit etwa 10 000 weiteren Zellen verknüpft und steht in Kommunikation mit diesen. Das bedeutet, in deinem Gehirn existieren in etwa 1000 Billionen Kontakte. Kannst du dir das vorstellen?
Doch nicht jeder dieser Kontakte ist in gleicher Weise ausgeprägt. Verknüpfungen die häufig genutzt werden, also Gedanken, die du immer wieder denkst, kannst du mit einer stark frequentierten Autobahn vergleichen, welche auch ständig ausgebaut, verstärkt oder erneuert wird. Dagegen werden Verknüpfungen, also Gedanken, die du sehr selten hast oder verwendest,  wie eine selten genutzte Nebenstraße vernachlässigt oder sogar abgebaut.
Wenn wir etwas häufig tun, wird es für uns einfacher. Es wird zur Gewohnheit.
Vielleicht erinnerst du dich noch daran wie schwierig das Autofahren zu Beginn war. Tausend Dinge gleichzeitig zu machen (Blinken, Schalten, Bremsen usw.) war fast ein Ding der Unmöglichkeit. Heutzutage können wir tausende, teilweise unerlaubte, Dinge während dem Autofahren machen und haben kein Problem damit. Das alte Sprichwort „Übung macht den Meister“ ist also goldrichtig.
So wird es auch am Anfang schwierig für dich sein deine Ernährung umzustellen, dich auf „gute Gedanken“ zu polen oder bei einem Streit mit deinem Partner anders als sonst zu reagieren. Aber irgendwann kommt der Punkt wo es leicht wird und es dir Spaß und Freude bereitet.

Was ist also zu tun?
Es ist wichtig, dass du die von dir gewünschten neuen Gedanken häufig denkst. Du wirst umso erfolgreicher sein, wenn du zu diesen Gedanken ein Bild im Kopf erzeugen kannst und du dieses Bild, mit dazugehörigen guten Gefühle, verbinden kannst. Dadurch steigt deine Chance eine neue Gewohnheit zu entwickeln. Aber Achtung: Wie bereits besprochen – das geht weder von heute auf morgen! Um Gewohnheiten auszuprägen musst du geduldig sein und dir mindestens 21 Tage lange Zeit geben. Überfordere dich nicht. Konzentriere dich nur auf eine Sache, sonst ist ein Scheitern vorprogrammiert. Gib dir die benötigte Zeit!
Das Gehirn besteht übrigens aus zwei Hälften. Der linken Gehirnhälfte und der rechten Gehirnhälfte. Beide sind durch einen Nervenstrang miteinander verbunden. Diesen Nervenstrang nennt man Corpus callosum. Durch Um- und Neuprogrammierung deiner Gedankenmuster, werden die Nervenzellen dieser „Brücke“ stimuliert. Und wenn beide Gehirnhälften optimal zusammenarbeiten, dann fühlst du dich wohl. Diese optimale Zusammenarbeit wird über den Corpus callosum forciert. Das wiederum gelingt dir am besten, wenn du beide Gehirnhälften belastest.
Deine linke Gehirnhälfte analysiert Informationen und setzt sie in einen logischen Bezug zu bereits Bestehendem. Die rechte Gehirnhälfte denkt hingegen bildhaft in Farben, Ton, Klang und Emotionen. Die linke Gehirnhälfte ist der Wissenschaftler, die rechte Gehirnhälfte der Künstler. Eine Gehirnhälfte ist meist dominant. Wichtig wäre es die beiden Gehirnhälften optimal miteinander zu verknüpfen.

Und wie macht man das?

  1. Werde dir klar was du willst!
  2. Informiere dich darüber, recherchiere. Eigne dir das nötige Wissen an.
  3. Verknüpfe dieses Wissen mit den Emotionen und Visionen deiner Zielsetzung.
  4. Wiederhole die Schritte so lange bist du dein gewünschtes Ziel erreicht hast. Aber Achtung:  „Gib niemals auf“
  5. Bleib am Ball – das Erreichen deines Zieles allein ist nicht genug. Die Kunst ist es das Erreichte zu erhalten!

Quellen:

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