Welche Nahrungsmittel sind überhaupt schleimbildend?

Dass dein Darm nur dann Nährstoffe aus der von dir zugeführten Nahrung aufnehmen kann, wenn er frei von Schlacken und Schleim ist, ist dir ja nun bekannt.

Aber welche Nahrungsmittel bilden nun den so gefürchteten Schleim und wo wird dieser Schleim gebildet?

Diese schleimigen Substanzen werden in den

  1. Atmungs- und Verdauungsorganen,
  2. im Lymphsystem aber auch
  3. in der Gebärmutter,
  4. der Scheide,
  5. im Harnsystem,
  6. im Bindegewebe und diversen anderen Körperteilen gebildet.

Um dies zu vermeiden bzw. umzukehren empfiehlt sich eine langsame Ernährungsumstellung. Dabei solltest du vor allem auf schleimbildende Nahrungsmittel verzichten.

 Achte zusätzlich darauf, dass die Nahrungsmittel

  • so wenig wie möglich verarbeitet und
  • erhitzt
  • mit Zusatzstoffen versehen
  • industriell verarbeitet und
  • konserviert

wurden. Je naturbelassener deine Nahrungsmittel sind, desto geringer ist deren jeweilige verschleimende und verschlackende Wirkung.

Schleimbildende Nahrungsmittel in absteigender Reihenfolge:

  • Kuhmilch und alle daraus hergestellten Produkte z.B. Joghurt, Quark, Sahne, Butter, Ghee. Ob pasteurisiert oder roh, fett oder fettarme Variante macht keinen Unterschied; Ziegenmilch ist etwas weniger schleimbildend;
  • Fleisch und Fleischprodukte ( Geflügel)
  • Fisch
  • Eier
  • Hülsenfrüchte, Buchweizen
  • Sojabohnen und Sojaprodukte wie Tofu, Sojamilch, Sojagranulat
  • Getreide und Getreideprodukte
  • Ölsaaten wie Nüsse, Samen und Kerne
  • Pseudogetreide wie Hirse, Amaranth und Quinoa
  • Kartoffeln

Da fällt ein ziemlich großer Teil an Lebensmittel weg, die man normalerweise täglich verzehrt. Du hast dich bestimmt auch schon gefragt, was du denn jetzt noch essen kannst.

Hauptsächliche Obst und Gemüse, selbstgepresste Obst und Gemüsesäfte, am besten unbehandelt, Salate, Sprossen und Keime. Eine Ausnahme bilden begaste Bananen (die meisten die es im Handel zu kaufen gibt) und geschwefelte Trockenfrüchte.
Hülsenfrüchte – ausgenommen der Sojabohne – verlieren einen großen Anteil ihrer schleimbildenden Wirkung, wenn du sie bei Zimmertemperatur 3 – 4 Tage wachsen, also keimen, lässt. Getreidekörner und Buchweizen verlieren ebenfalls durch das Keimen ihre schleimbildende Wirkung. Du musst diese allerdings mindestens 6 Tage bei Zimmertemperatur keimen lassen.

Zudem solltest du ballaststoffreich essen, da diese Ballaststoffe deinen Darm „durchputzen“. Achte darauf, deine Nahrung gründlich zu kauen, da sonst selbst die beste Nahrung im Darm zu gären beginnt. Der Grund ist, dass du deinen Darm durch eine ungenügende Vorverdauung (schlechtes Kauen) überforderst. Weiters solltest du rohes  Obst nie mit Zucker oder zuckerhältigen Produkten verzehren, da sonst selbst die basenreichsten Früchte sauer verstoffwechselt werden. Eiweißpräparate sofern diese aus Milch, Soja, Eiern oder Fleischprodukten bestehen sind ebenso, wie aus Molke bestehende Hefepräparate, schleimbildend.

Durch das Beobachten deines Stuhlganges, kannst du selbst herausfinden, welche Lebensmittel eine schleimbildende Wirkung auf deinen Körper haben. Mehr darüber kannst du in den Artikeln „Auch du leidest unter Verstopfung – dir ist es bloß nicht bewußt!“  und „Wie geht man richtig aufs Klo?“ nachlesen.

Hast du allerdings weder Zeit noch Lust darauf deine Ernährung umzustellen, sei es aus Bequemlichkeit, aus Zeitgründen oder weil du keinen Sinn darin siehst, kannst du auch mittels eines Darmreinigungsprozesses viel für deinen Körper tun.

Bist du allerdings bereit für eine Ernährungsumstellung, gib dir Zeit dazu, sei geduldig mit dir. Zwing dich zu nichts. Sei freundlich mit dir, genau so wie du mit einen guten Freund umgehen würdest. Verständnisvoll aber bestimmt gehst du in Richtung gesunde Ernährung und lässt dich von Fehlschlägen nicht aufhalten.

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