Auch du leidest unter Verstopfung – dir ist es bloß nicht bewußt!

Konstipation (Verstopfung) leitet sich vom lateinischen Wort „constipare“ ab und bedeutet zusammendrängen bzw –stopfen.
Sofern dein Stuhl in einem zusammengepressten Zustand das Tageslicht bzw. die Toilettenschüssel erblickt und du maximal einmal am Tag oder noch seltener Stuhldrang verspürst, leidest du laut Dr. Robert Gray, Autor des  Buches „Das Darmheilungsbuch: Gesundheit durch Kolon-Sanierung“, unter Verstopfung. Damit bist du jedoch gewiss nicht allein. Fast die gesamte Menschheit leidet demnach darunter.

Es gibt zwei Arten der Verstopfung:

1. Dein Stuhlgang ist wie bereits erwähnt extrem zusammengepresst oder noch schlimmer
2. alter, verhärteter Kot wird gar nicht erst ausgeschieden, weil er an deinen Darmwänden kleben bleibt.

Klingt unschön ist aber so.

Wie entsteht Verstopfung überhaupt?

Dazu solltest du zuerst wissen was während des Verdauungsvorganges in deinem Körper passiert. Lies dazu bitte meinen Artikel „Was passiert  eigentlich beim Verdauen“ und lies dann hier weiter.
Je länger die verdaute und verflüssigte Nahrung im Dickdarm bleibt, desto mehr Feuchtigkeit wird entzogen. Dadurch werden die Rückstände trockener und stärker zusammengepresst. Dabei wird der Inhalt im Mastdarm schlussendlich wiederum durch Muskelkontraktionen durch den After hinausgepresst. Achte dabei auf eine Hocksitzhaltung. Warum du das tun sollst, kannst du im Artikel „Wie geht man richtig aufs Klo“ nachlesen.

Dein Stuhl kann dabei entweder

• dünnflüssig wässrig oder
• schleimig

sein.

Je schleimiger (verschlackter) dein Stuhl ist, desto langsamer wird er befördert. Somit verlängert sich die Verweildauer im Dickdarm, wodurch mehr Feuchtigkeit entzogen und dein Stuhl stärker zusammengepresst wird. Je mehr Wasser entzogen wird, desto klebriger wird die Masse und kann dann während der „Wanderung“ durch deinen Dickdarm an den Darmwänden kleben bleiben und kann sich auch in den Taschen festsetzen. Diese Schichten werden dann nicht mehr mit dem normalen Stuhlgang ausgeschieden. Dadurch kann sich die Verweildauer bis zur erfolgreichen Entleerung erhöhen. Um diese Ablagerungen wieder loszuwerden braucht es dann etwas mehr Aufwand.
Je weniger Schleim und je weniger klebrig dein Stuhl, desto höher ist die Menge des ausgeschiedenen Materials, weil mehr Flüssigkeit enthalten ist (daher kürzere Verweildauer) und desto lockerer ist der ausgeschiedene Kot.

Wie kannst du einen normalen, nicht schleimigen Stuhl von einem mukoiden, das heißt einem schleimig, klebrigen Stuhl unterscheiden?

Normaler, nicht schleimiger Stuhl:
• enthält mehr Flüssigkeit
• ist weniger zusammengepresst und hat dadurch eine lockere Zusammensetzung
• ist gut geformt
• weder dünnflüssig noch breiig
• 2 – 3 x pro Tag Stuhlgang
• geringer Verbrauch von Toilettenpapier
• leicht und mühelos ohne viel Druck
• nur wenige Minuten „Arbeit“

Mukoider (schleimig, klebriger) Stuhl:
• enthält kaum noch Flüssigkeit
• stark zusammengepresst – klumpenförmig
• extrem klebrig
• hoher Verbrauch von Toilettenpapier
• viel Druck notwendig
• längere Sitzungsdauer (10 Minuten und länger)
• maximal 1 x pro Tag Stuhlgang
• geringere Kotmenge
• zerfällt nicht, sondern behält seine Form auch, wenn du die Klospülung betätigst

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