Nahrungsergänzungsmittel – Pro und Kontra

Nahrungsergänzungsmittel – Pro und KontraGeht es um die Frage nach der Notwendigkeit von Nahrungsergänzungsmittel, bekommt man sehr häufig folgende Aussage zu hören:

 

„Wenn Sie sich ausgewogen ernähren und regelmäßig Sport betreiben, benötigen Sie keine Nahrungsergänzungsmittel.“

Doch was ist dran an dieser Aussage?

Das hängt ganz davon ab, ob man als Ausgangspunkt, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Werte für einen bestimmten Nährstoff heranzieht, oder die von Orthomolekularmedizinern empfohlenen Werte. Vertraut man der WHO dann sind diese Aussagen richtig.

GUT ZU WISSEN: Bei den Werten der WHO handelt es sich um absolute Untergrenzen, welche nur garantieren, dass wir an keinem Vitaminmangel erkranken. Sie sagen dagegen nichts darüber aus, wie gesund, rüstig und fit wir noch im hohen Alter sein werden.

Vertraut man dagegen den von Orthomolekularmedizinern empfohlenen Werten, welche wesentlich höher ausfallen, schafft man die Menge an Nährstoffen niemals ohne Zusatzmittel.

Jedoch viel wichtiger als die Frage nach der Notwendigkeit von Nahrungsergänzungsmittel, sind meiner Meinung nach, folgende Fragen:

Erst durch das Beantworten dieser Fragen kann man selbst feststellen, ob und wenn ja, welche Nahrungsergänzungsmittel man zu sich nehmen will.

Ernährung spielt meist nur eine Nebenrolle

Die Ernährung spielt leider noch immer für viele Menschen eine Nebenrolle. Vielen ist nicht bewusst, dass unsere tägliche Ernährung eine große Rolle für die Gesunderhaltung von Körper und Geist darstellt. So essen und trinken wir meist zu viel vom Falschen und zu wenig vom Richtigen. Wir essen zu hastig und kauen viel zu schlecht. Allzu oft essen wir nur nebenbei, greifen anstatt zu frischen Nahrungsmitteln zu nährstoffarmen Lebensmitteln und Fast Food.

Da viele Faktoren – vor allem aber eine optimale Ernährung – einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben, können wir mit einem gesunden Ernährungsstil einen optimalen Beitrag zur Gesunderhaltung von Körper und Geist leisten.

Sehr oft hört man auch die Aussage „Früher hatte man auch keine Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung und trotzdem haben viele Menschen eine hohes Alter erreicht.“

Diese Aussage ist richtig. Allerdings sollte man folgendes beachten. Früher waren die Lebensumstände andere und vor allem wurden früher noch viel mehr natürliche Lebensmittel konsumiert. Gut, die Auswahl war bestimmt wesentlich geringer, aber das was es gab, wurde reif geerntet und musste bestimmt weniger lange Transportwege hinter sich bringen. Unsere Lebensmittel werden heutzutage anders produziert, werden chemisch behandelt, bestrahlt, verändert, unreif geerntet, haltbar gemacht, rund um den Globus geschickt und vieles mehr.
Durch die Lagerung, Verarbeitung und Zubereitung unsere Lebensmittel gehen zusätzlich noch sehr viele Vitamine verloren. Ein vitaminschonendes Kochen gibt es nicht, weil ab 70 Grad alle Vitamine – bis auf Vitamin D – absterben und Wasser die Vitamine noch zusätzlich ausschwemmt. Daher sollte man auf eine schonende Zubereitung (z.B. garen, dämpfen) und auf den Kauf von frischen, hochwertigen Produkten achten und geringe Lagerzeiten einhalten.

Wie sieht nun aber eine ausgewogene Ernährung aus?

Ausgewogen ernährt man sich nach Aussagen offizieller Stellen (WHO, DGE, OEGE, SGE) dann, wenn man sich an die von ihnen entwickelten Ernährungsempfehlungen (z.B. Ernährungspyramide) hält?

Und was wird nun genau empfohlen?

  • vielseitig und abwechslungsreich genießen
  • ausreichend trinken (30 – 40 ml/kg Körpergewicht)
  • mindestens 5 – 6 Portionen Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
  • 4 – 5 Portionen Getreideprodukte und Kartoffel
  • 2 x wöchentlich frischen Fisch
  • max. 3 x wöchentlich Fleisch und wenig Wurstwaren
  • 3 – 4 Portionen Milch bzw. Milchprodukte
  • 30 g Ballaststoffe
  • Öl, Butter sparsam
  • fett- und zuckerreiche Lebensmittel, Getränke und Salz sparsam verwenden
  • schonend und frisch zubereiten
  • für ausreichend Bewegung sorgen
  • ausreichende Pausen einplanen
  • schädliche Faktoren (Rauchen, Alkohol, zu wenig Schlaf, Stress) meiden
  • auf eine positive Lebenseinstellung achten

Wenn man sich die Nährstoffempfehlungen etwas genauer ansieht, wird einem schnell klar, dass diese Empfehlungen nicht so leicht umzusetzen sind. Wir müssten täglich große Mengen an Nahrung zu uns nehmen um diese Anforderungen erfüllen zu können.

Bei diesen Ernährungsvorschriften handelt es sich zudem noch um absolute Mindestanforderungen. Diese Angaben dienen nur zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels bei einem gesunden Menschen. Sehr viele Menschen haben jedoch aufgrund ihrer Lebensweise und Lebensumstände einen erhöhten Nährstoffbedarf. Daher ist es wichtig, dass jeder Mensch von sich selbst eine individuelle, optimale und ehrliche Einschätzung seiner Lebensweise macht.

Vermehrten Bedarf haben folgende Personengruppen:

 

  • sportlich aktive Menschen
  • Leistungssportler
  • schwangere und stillende Frauen
  • Frauen die, die Pille einnehmen
  • Personen, die eine Diät einhalten
  • Personen, die sich aus welchen Gründen auch immer, nicht an die Ernährungspyramide halten können oder wollen
  • Kinder und Jugendliche während des Wachstums
  • Raucher
  • Personen die regelmäßig Alkohol trinken
  • Personen die regelmäßig Medikamente nehmen (Antibiotika, Chemotherapie..)
  • ältere Menschen
  • kranke Menschen
  • gestresste Menschen
  • Personen die viel Weißmehlprodukte essen
  • Personen die viel Zucker bzw. zuckerhaltige Dinge essen
  • Personen die gerne und oft Fast Food konsumieren
  • Personen die sich vegetarisch oder vegan ernähren
  • Personen die unter Allergien leiden
  • Personen mit einer geschädigten, kranken Darmflora

Nahrungsergänzungen sollten nach Aussagen vieler Experten niemals die natürliche Ernährung ersetzen. Es wird empfohlen so oft und abwechslungsreich wie möglich frisches Obst und Gemüse usw. zu essen und nur eventuelle Defizite auszugleichen. Doch meiner Meinung nach, ist es immer noch besser, einen nicht optimalen Lebensstil durch Nahrungsergänzungen abzumildern, als gar nichts zu machen. Da ist der Griff zu einer qualitativ hochwertigen Nahrungsergänzung meiner Meinung nach, ein sinnvoller Schritt in die richtige Richtung.
Fehlt nur ein einziger Nährstoff , kann es bereits zu großen Schwierigkeiten kommen und unser Körper kann nicht mehr richtig arbeiten. Der Grund liegt darin begründet, dass die verschiedenen Aufgaben und Wirkungsweisen der Nährstoffe, wie bei einem Uhrwerk ineinander greifen. Alle Vitamine und Mineralstoffe erfüllen wichtige Funktionen im Körper. Ein Mangel kann zu Störungen in unserem Stoffwechsel und zahlreichen Krankheiten führen.

Nahrungsergänzungsmittel – Eine stabile Grundlage für eine abwechslungsreiche Ernährung?

Meiner Meinung nach stellen gerade Multivitamin-, aber auch Multimineralstoffprodukte eine gute Möglichkeit dar, eine stabile Grundlage für eine ergänzende abwechslungsreiche Ernährung zu schaffen.

  • Nahrungsergänzungsmittel können für uns Menschen also unterstützend wirken und unsere Ernährung vervollständigen.
  • Unsere stressige, schnelllebige Zeit, in der wir alle täglich mit zahlreichen Herausforderungen und Aktivitäten zurechtkommen müssen, hindert uns oft daran, auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zu achten. Dem kann man mit Nahrungsergänzungen entgegensteuern.
  • Nahrungsergänzungen versorgen einem mit ausreichend Vitamine und Mineralstoffe.
  • Der Vorteil besteht darin, dass man genau weiß, welche Menge an Vitamine und Mineralstoffe man zu sich genommen hat und man so eventuelle Defizite, die durch die gewohnte Ernährung auftreten können, wieder ausgleichen kann.
  • Nahrungsergänzungsmittel sind niemals ein Ersatz für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, doch können sie als Quelle für zusätzliche Nährstoffe dienen und unterstützend für ein optimales Wohlbefinden wirken.
  • Zudem können Ergänzungen uns dabei helfen, unsere Abwehrkräfte zu steigern.
  • Sport stärkt bekanntlich unser Immunsystem. Den wenigsten Menschen ist jedoch bekannt, dass das nur für 6h Sport/Woche zutrifft. Mehr Sport belastet unser Immunsystem und daher ist eine Ergänzung gerade  für Sportler sinnvoll und notwendig.
  • Eine ungesunder Lebensstil kann durch die Ergänzung mit bestimmten Produkten zumindest etwas verbessert werden.
  • Nur eine gesunde Darmflora ist in der Lage, alle aufgenommen Nährstoffe auch optimal zu verwerten. Daher kann man gerade bei einer kranken Darmflora z.B. sehr gut mit Schüßlersalzen arbeiten, da diese Mineralstoffe bereits über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Wie sieht nun eine gute Nahrungsergänzung aus bzw. auf was sollte man achten?

 

Entscheidet man sich dafür Nahrungsergänzungen zu nehmen, sollte man sein Augenmerk auf natürliche Präparate und Vitamine richten. Dass das Wort „natürlich“ verbraucherrechtlich nicht genau definiert ist, wird leider sehr gerne von Firmen ausgenutzt. Synthetisch hergestellten Vitaminen fehlt jedoch die natürliche Lebenskraft und diese können im schlimmsten Fall von unseren Immunsystem als Fremdstoffe angesehen werden und zu Allergien führen und im besten Fall bewirken sie gar nichts, da sie von unserem Körper nicht so gut verwertet werden können. Daher sollte man vor dem Kauf von Nahrungsergänzungen genau nachfragen, ob es sich um Vitaminextrakte bzw. Vitaminkonzentrate oder um chemisch hergestellte Vitamine handelt.

Das Produkt sollte aus natürlichen Quellen inkl. Pflanzenbegleitstoffen – wird auf der Packung angegeben – sein. Wird nichts auf der Packung angegeben, kommt es auch nicht aus natürlichen Quellen. Da die Herstellung von natürlichen Produkten mit höheren Kosten verbunden ist, gibt es immer einen Hinweis.

Warum solltest du bei Nahrungsergänzungsmittel auf Natürlichkeit Wert legen?

 

Weil die Natur Millionen von Jahren Zeit hatte, etwas wirklich Einmaliges herzustellen. Bei synthetischen Mitteln kann vom Menschen nur das nachgemacht werden, was bereits im Labor nachgewiesen wurde.

GUT ZU WISSEN: Besteht ein Vitamin z.B. aus 10 Bausteinen, kann der Wissenschaftlicher diese Bausteine zwar herausfinden und er kann sie auch exakt nachbauen. Was er allerdings nicht sehen kann ist, wie diese Bausteine zusammengesetzt sind. Sowohl 1+9, 3×3+1, 2+8, 5+5, 5×2 ergeben immer die Summe 10. Und darin liegt der gravierende Unterschied.

Außerdem hat man bis heute nicht alle Pflanzenbegleitstoffe nachweisen können, geschweige denn, dass man weiß, wozu sie alle gut sind.

Die Produkte sollten zudem aus kontrolliert biologischen Anbau stammen, also ohne Einsatz von Chemie auskommen. Warum?

 

Es werden nicht nur Vitamine und Pflanzenbegleitstoffe, sondern auch die eventuelle vorhandenen Schadstoffe konzentriert. Und wer will schon mit seiner Nahrungsergänzung konzentrierte Schadstoffe aufnehmen?

Zudem sollten die Produkte so schonend wie möglich hergestellt werden.
Die Produkte sollten ohne Süß-, Farb-, Aroma- und Konservierungsstoffe auskommen.

FAZIT:

Da wir uns meistens, Ausnahmen gibt es eher selten,

  • nicht optimal ernähren
  • zudem in unserem Alltag immer wieder stressigen Situationen (Beruf, Familie) und
  • negativen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind,

kann meiner Meinung nach, eine zusätzliche Ergänzung bestimmter Vitamine und Mineralstoffe – abhängig von den Lebensumständen – in der heutigen Zeit, durchwegs Sinn machen bzw. manchmal sogar notwendig sein.

Nahrungsergänzungen können wie ein Sturzhelm einen Unfall zwar nicht verhindern, aber auf alle Fälle die Schäden verringern und lindern.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sollte uns demnach alle notwendigen Nährstoffe, die wir für eine gesundes und glückliches Leben brauchen, liefern. Nur liegt es an einem selbst zu entscheiden, ob das mit der täglichen Ernährung noch zu schaffen ist und oder nicht.

Triff selbst die für dich passende Entscheidung!

 Quellen:

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