Das Hormon Insulin, seine Aufgaben und Auswirkungen

Ganz gleich welche Art von Kohlehydraten du isst (Nudeln, Reis, Pizza, Kuchen oder Schokolade), es führt immer zum Anstieg deines Blutzuckerspiegels. Daraufhin produziert deine Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin. Seine Aufgabe besteht darin, Zucker, Aminosäuren und Fett aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. Ähnlich wie ein Taxi. Seine wichtigste Aufgabe ist es jedoch den Blutzuckerspiegel stabil zu halten, indem es den Zucker an Insulinrezeptoren bindet. Dabei handelt es sich um Eiweiße auf den Oberflächen der Zellen. Das Insulin regt also die Insulinrezeptoren an, welche dadurch den Zucker in die Zellen pumpen. In den Zellen wird der Zucker genutzt und überschüssiger Zucker gespeichert.

Ernährst du dich lange Zeit fettarm und extrem kohlehydratreich, kann das zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Ein ständig erhöhter Blutzucker benötigt jede Menge Insulin. Dies führt mit der Zeit zur Abstumpfung der Insulinrezeptoren. Ein negativer Kreislauf beginnt. Da der Zucker unbedingt aus dem Blut raus muss und das schnellstmöglich, wird immer mehr Insulin produziert, was die Rezeptoren noch mehr schwächt. Irgendwann ist so viel Insulin im Blut, dass der Blutzucker zu weit sinkt. Dies nennt man reaktive Hypoglykämie. Dagegen hilft dann nur die nächste Zuckerdosis und immer wieder die nächste Zuckerdosis. Das führt zu einer regelrechten Abhängigkeit. Am Ende dieses negativen Kreislaufes steht dann Typ-2-Diabetes. Nerven, Arterien, die Retina und auch das Herz werden durch den chronischen Zuckerüberschuss zerstört.

Zu viel Insulin im Körper bewirkt aber auch noch andere Schäden. Der Grund ist, dass das Hormon Insulin grundlegende Lebensfunktionen steuert.

  • Ein Zuviel an Insulin fördert z.B. durch die entsprechende Aktivierung von Enzymen die Cholesterinbildung. Interessant zu wissen ist, dass 85 % des Cholesterins im Körper entstehen und nur 15 % aus dem Essen stammen. Ist das Insulin erhöht, ist also auch das Cholesterin erhöht.
  • Insulin führt zu Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Arteriosklerose. Warum? Die glatten Muskeln der Arterienwand werden durch ein Zuviel an Insulin zum Wachstum angeregt. Die Arterienwände werden so dicker und verlieren an Elastizität. Dies führt zu Bluthochdruck, weil die Arterien nun weniger Blut führen und dadurch das Herz mehr arbeiten muss. Zusätzlich wird der Blutdruck gesteigert, weil die Nieren durch das Insulin dazu angeregt werden, Flüssigkeit zurückzuhalten. Eine geringere Elastizität erhöht die Gefahr für Plaques und Verkrampfungen, was wiederum zu Herzerkrankungen führt.
  • Insulin regt die Bildung von Fibrogen an, eine Substanz, die für die ersten Schritte der Blutgerinnung gebraucht wird.
  • Insulin erhöht die Magnesium- und Kaliumausscheidung in den Nieren. Dies führt zu Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern.
  • Insulin erhöht die Oxidation von LDL-Produkten. LDL-Partikel wurden zum „schlechten Cholesterin“ erklärt. Zum Bösewicht. Das ist aber so nicht richtig. Schuld daran ist der Zucker und das Insulin. Warum? Wie bereits erwähnt kann sich der Zucker überall im Körper an Eiweiß binden, was zur Glykierung, einer dauerhaften Schädigung deiner Zellen, führt. Dies kann von Altersflecken und Falten bis hin zum Grauem Star und dem Versagen von Organen (Niere, Herz) führen.
  • Vorgeschädigtes LDL-Cholesterin löst eine Immunreaktion aus. Dies führt zu Entzündungen und zur Bildung von Plaques in den Arterienwänden.

Und das alles nur, weil wir nicht auf Zucker verzichten können oder wollen.

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