Allergie oder Unverträglichkeit – Wo liegt der Unterschied?

Während bei einer echten Allergie das gesamte Abwehrsystem eines Menschen reagiert, ist bei einer Unverträglichkeit „nur“ das Verdauungssystem betroffen.

Bei einer Allergie versucht der Körper alle Öffnungen nach außen hin zu verschließen (Auge, Nase, Mund, Haut, Verdauungssystem) um den Feind ausschließen zu können. Das führt zu zahlreichen – teils lebensbedrohlichen – Beschwerden. Hier können bereits kleinste Mengen einer Substanz ausschlaggebend sein. Voraussetzung ist jedoch ein Erstkontakt mit der allergieauslösenden Substanz. Erst beim Zweikontakt kommt es dann zu einer Überreaktion des Körpers.

Bei einer Allergie handelt es sich also um eine überschießende Reaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt. Man bezeichnet diese Stoffe auch als Allergene.

Allergien gegen Pollen und gegen bestimmte Nahrungsmittel – vor allem gegen besonders eiweißreiche Nahrungsmittel – kommen am häufigsten vor.

Man unterscheidet folgende Allergene:

  • Tierische Allergene
  • Pflanzliche Allergene
  • chemische Allergene

Diese drei Gruppen unterteilt man wiederum – je nach Art des Vorkommens – in:

  • Luftallergene wie z.B. Hausstaub, Pollen, chemische Dämpfe (Formaldehyd)
  • Kontaktallergene wie Wolle, Latex, Metalle, Chlor, Waschmittel…
  • Nahrungsmittelallergene wie z.B. Eiweiß, Nüsse, Weizen, Zitrusfrüchte, verschiedene Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsmittel, Phosphate uvm) und
  • Gift von Insekten (Bienen, Mücken)

Ein gesundes Immunsystem, kann Antigene mittels Enzymen zerlegen, welche anschließend von sogenannten Fresszellen aufgenommen und verdaut werden. Ein weitere Möglichkeit unseres Immunsystems mit unerwünschten Eindringlingen umzugehen, besteht darin Antigene durch Antiköper zu binden und so unschädlich zu mache.

Bei einer Allergie nimmt  unser Immunsystem seine Aufgabe jedoch viel zu ernst. Das Abwehrsystem schießt über sein Ziel hinaus. Man kann plötzlich auf alle möglichen Substanzen allergisch reagieren. Notwendig dazu ist allerdings – wie bereits erwähnt – ein Erstkontakt mit der allergieauslösenden Substanz (z.B. Nüsse, Pollen), dem Allergen.

Eine allergische Reaktion läuft  anders ab, als eine Nahrungsmittelintoleranz.

Wie sieht das nur bei einer Allergie aus?

Bei einer Allergie reagiert der Körper auf bestimmte Stoffe anders als unter normalen Umständen. Hauptpunkt von Allergien ist die überschießende Bildung von Antikörpern. Ist das Immunsystem – aus welchen Gründen auch immer – geschwächt – kann es Eindringlinge nicht mehr auf normalen Wege abwehren und ist dadurch gezwungen vermehrt Antikörper zu bilden. Diese überschießende Reaktion erfolgt aus Sicherheitsgründen. Die Antikörper können nämlich größere Mengen an Antigene binden und so unschädlich machen. Unter Antigene versteht man Stoffe, die in unserem Körper immunologische Abwehrreaktionen (Immunantworten) auslösen. Man bezeichnet die durch Antigene gebundenen Antikörper auch als Antigen-Antikörper-Komplex. Ein Antigen wird erst dann als Allergen bezeichnet, wenn unser Körper mit einer bestimmten Substanz nicht mehr fertig wird, diese nicht mehr kontrollieren kann und daher überschießend bzw. allergisch reagiert. Als Allergen wird ein Stoff erst dann bezeichnet, wenn er im Körper eine allergische Reaktion hervorruft.

Wie sieht das bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit aus?

Nahrungsmittelunverträglichkeiten stehen im Vergleich zu Allergien im Zusammenhang mit einem Mangel oder einer Hemmung von bestimmten Enzymen. Enzyme sind aber notwendig für den Abbau von bestimmten Bestandteilen der Nahrung. Können bestimmte Nahrungsmittelbestandteile nicht oder nur ungenügend zerlegt werden, führt dies ebenfalls zu zahlreichen unerwünschten und unangenehmen Reaktionen unseres Körpers. Im Gegensatz zu Allergien ist hier als möglicher Reaktionsort der Magen-Darm-Trakt betroffen und nicht das Immunsystem. Eine Ausnahme stellt hier allerdings Histamin dar.

Man teilt Nahrungsmittelunverträglichkeiten in eine primäre und sekundäre Form ein.

Was versteht man unter einer primären Form?

Es handelt sich dabei um  angeborene oder erworbene Fehlleistungen in der Verdauung, Aufnahme oder Stoffwechsel von bestimmten Nahrungsbestandteilen. Durch den Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, werden – bei vorher beschwerdefreien Personen – plötzlich Krankheitssymptome ausgelöst, ohne dass jedoch eine Allergie gegen die betreffenden Nahrungsmittel besteht. Dazu zählen Unverträglichkeiten gegen Kohlehydrate, Proteine und Fette.

Was versteht man unter einer sekundären Form?

Sekundäre Nahrungsmittelunverträglichkeiten treten als Folgeerscheinung oder als Begleitsymptom verschiedener Krankheiten auf.

Was versteht man unter einer Pseudo-Allergie?

Unter einer Pseudo-Allergie versteht man Reaktionen die den klassischen Symptomen einer Allergie gleichen, das Immunsystem jedoch nicht betroffen ist.

Man unterscheidet folgende Unverträglichkeiten:

Quellen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.